Glyx-Diät: Das kleine Hungergefühl ausbremsen

7.03.07 | Abgelegt unter .

Die Glyxdiät beruht auf der Grundlage, dass der Blutzuckerspiegel für die Entstehung von Hungergefühlen verantwortlich ist. Nach einer Mahlzeit steigt der Blutzuckerspiegel an, und zwar abhängig von der Art und Zubereitung des Lebensmittels. Traubenzucker lässt den Blutzuckerspiegel schlagartig ansteigen (die Energie wird sofort verfügbar), allerdings baut der Körper diesen Zuckerpegel auch recht schnell wieder ab. Andere Lebensmittel wirken weniger spontan auf das Hungergefühl.

Das Absinken des Blutzuckerspiegels nimmt unser Gehirn als Signal wahr “Ich habe Hunger”, und wir beginnen mit der Expedition zum Kühlschrank auf der Suche nach einem kleinen Snack zwischendurch.

Der Glyx-Index verschiedener Lebensmittel

Die Bewertung, wie schnell ein bestimmtes Lebensmittel den Blutzuckerspiegel hebt und beim Abbau dann auch wieder senkt, erfolgt über den “glykämischen Index”, oder eben kurz “Glyx”. Als Vergleichsbasis dient der Traubenzucker mit einem Glyx von 100.

Ein nach der Glyx-Diät gestalteter Speiseplan bevorzugt Lebensmittel mit möglichst geringem Glyx – beispielsweise Vollkornprodukte, Obst und Gemüse, reine Milchprodukte oder Nudeln mit einem Glyx von rund 55. Auf der Gegenseite stehen polierter Reis, Kartoffelpüree oder Weißbrot. Mahlzeiten mit geringem Glyx bewirken einen langsamen, gleichmäßigen Anstieg und Abfall des Blutzuckerspiegels, die Heißhungerphasen kurz nach einer Mahlzeit entfallen.

Vorteile und Nachteile der Glyxdiät

Die unmittelbare Reduktion von Zucker im Speiseplan ist eine Auswirkung der Glyx-Diät, die ohne jede Frage positive Effekte auf das Gewicht hat. Lebensmittel, die den Körper wegen ihres niedrigen Glyx langsam und stetig mit Energie versorgen, sind in den meisten Fällen geeigneter für eine vernünftige Ernährung als zuckerreiches Fast-Food.

Lebensmittel nur auf Grund ihres Glyx bevorzugt zu essen kann aber zu seltsamen Diät-Plänen führen. Fettreiche Lebensmittel wie etwa Speiseeis haben wegen der fehlenden Kohlehydrate einen kleinen Glyx, sind aber aus nahe liegenden Erwägungen trotzdem nicht geeignet, schlanker zu werden und die Idealfigur zu erreichen. Wer nach der Glyx-Diät abnimmt, verwendet daher auch oft die “Glykämische Last” als zweites Kriterium für die Bewertung des “Schlankmacher”-Effekts eines Lebensmittels.

Dass diese Diät mathematische Begabung erfordert und die Berechnung des Glyx für ein dreigängiges Menü keine einfache Aufgabe darstellt, ist ebenfalls ein Grund, nach einfacheren Methoden der Gewichtsreduktion zu suchen.

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