Übergewichtige sind öfter schlaflos

19.10.12 | Abgelegt unter .

Bei rund drei Prozent der Bevölkerung in den westlichen Industriestaaten setzt während des Schlafs die Atmung aus. Männer sind von dieser sogenannten obstruktiven Schlafapnoe doppelt so oft betroffen wie Frauen.

Übergewichtige stellen den größten Teil der Betroffenen. Müdigkeit unter Tags, Leistungsabfall und hohes Unfallrisiko sind die Folgen. Schwere Fälle von Schlafapnoe steigern das Risiko, an Bluthochdruck, Kreislauferkrankungen oder Diabetes II zu erkranken.

Atemaussetzer im Schlaf

Von einer obstruktiven Schlafapnoe spricht man bei mehr als fünf Atemaussetzern in der Stunde. Verursacht wird der Ausfall durch die reduzierte Spannkraft der Muskulatur im Rachen und den oberen Atemwegen. Der Rachen kollabiert und verschließt dann die Atemwege ähnlich einem Strohhalm, an dessen einem Ende gesaugt wird, während er am anderen Ende verschlossen ist. Die Symptome reichen von Schnarchen über Tagesmüdigkeit und Sekundenschlaf während des Tages bis zu Depressionen.

Dicke sind die größte Risikogruppe

Übergewicht und Fettleibigkeit steigern das Risiko, unter OSA zu leiden. Fett lagert sich in den oberen Atemwegen an, vermindert den Durchmesser und stört die regelmäßige Atmung. Fettleibigkeit wird mehr und mehr zu einer Volkskrankeit, und in ihrem Gefolge vermehren sich auch die Schlafapnoefälle.

Der Weg zurück ist leider nicht einfach: Zehn Prozent muss ein Patient abnehmen, damit die Atemaussetzer auf die Hälfte zurückgehen. Ärzte raten stark Übergewichtigen zu einschneidenden Maßnahmen wie dem Einsetzen eines Magenbands oder einer Diät mit Unterstützung von Fettblockern wie Xenical oder Reductil.

In einfacheren Fällen verwenden die Mediziner mechanische Hilfsmittel (Zahnschienen) oder raten zur “Rachengymnastik” mit einem dem australischen Didgeridoo nachempfundenen Blasinstrument (ASTATE).

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