“Leben ohne Diät”: Einer weiss, wie’s geht…

7.02.07 | Abgelegt unter .

Zufällig bin ich heute über ein Diät-Buch gestolpert, das sich ein ganzes Stück von den üblichen Exemplaren aus diesem Segment unterschiedet. In Leben ohne Diät argumentiert Horst Klier, dass die Dicken im Wesentlichen mit “Hilfe” industriell hergestellten Nahrung zu ihrem Übergewicht kommen.

In knackiger Kürze fasst Horst Klier die Quintessenz seines Buches so zusammen:

  1. Der menschliche Appetit funktioniert prima als Steuerungssystem zur Nahrungsaufnahme.
  2. Bei übergewichtigen Menschen ist die Steuerungsfunktion des Appetits gestört.
  3. Mit dem Erfolg der industriellen Nahrung, sowohl in der Landwirtschaft als auch bei der Verarbeitung, nimmt der Anteil an übergewichtigen Menschen dramatisch zu.
  4. Wer möglichst nur noch frisch zubereitete Nahrung aus natürlichem (= Bio-)Anbau sowie natürlicher Zucht zu sich nimmt und möglichst auf Zusatzstoffe verzichtet, kann seinen Appetit schnell wieder zur normalen regulierenden Funktionsweise bringen.
  5. Mit einem funktionierenden Appetit als Steuerungssystem zur Nahrungsaufnahme erreicht man langfristig sein Normalgewicht.

Woher weiss er das? Nun, Host Klier ist offensichtlich ein geübter Übergewichtiger mit zwanzigjähriger Erfahrung in Diät- und Heißhungerphasen, der seine Idealfigur mit der Umstellung seiner Ernährungsgewohnheiten erreicht hat. Die Erfahrung daraus, untermauert mit Zitaten aus medizinischen Testreihen, gibt er in seinem Buch weiter. “Leben ohne Diät” kann man online lesen, aber auch auf totem Baum gedruckt kaufen. Fürs Bett oder die Badewanne…

Leserbriefe:

  1. Vielen lieben Dank für die Erwähnung. 8-)

    Wobei ich vom Idealgewicht doch noch ein Stück entfernt bin. Aber zumindest bin ich nicht mehr im gesundheitsgefährdenden Bereich.

    Horst · 7. Februar 2007, 20:20 · #

  2. Des weiteren kling das hier http://www.leben-ohne-diaet.de/text/abnehmen-mit-bio.html erwähnte ziemlich logisch, dass der Körper nur mit narülicher Nahrung umgehen kann. Denn der Appetit wird ja vegetativ (unterbewusst) gesteuert. Dass der Mensch und seine Vorfahren dazu einige Millionen Jahre hatten lässt auch einleuchten warum das eben so gut funktionieren sollte. Dass die Industrie nun versucht diesen Mechanismus auszuhebenln leuchtet auch ein (mann könnte jetzt etwas von Geldgier sprechen…). Aber es sollte nicht nur die Ernährung eine Rolle spielen sondern auch die Bewegung. Denn auch durch mehr Bewegung (natürlich nicht nur durch Bewegung) kann schon einigem abgeholfen werden (Kreislauferkrankungen werden unwahrscheinlicher, Diabeteserkrankungen und noch mehr haben weniger Chancen).

    — holki · 13. März 2007, 12:28 · #

  3. Hallo lieber Schreiber,
    das ist doch mal eine Ansage das es auch anders gehen kann. Momentan sind wir eigentlich so richtig Hoffnungslos. Unser Kind hatte vor zwei Jahren einen Unfall und durfte sich drei Monate nicht bewegen, danach keinen Sport machen und nach der zweiten OP nur minimal am Sport teilnehmen.
    Wir haben 30 Kilo zugelegt und waren in proffesioneller Ernährungsberatung die außer noch mehr Gewicht in 18 Monaten nichts gebracht hat. Heute verweigert sich mein Kind will weder Fitnessstudio, noch Ernährungsberatung haben. “ Ich will einfach nur Leben dürfen” sagt es und das kann ich gut verstehen. Auch ich bin es müde, umständlich zu kochen, den Focus nur noch auf die Waagschale für die Nahrung zu legen und den Frust auf der Körperwaage abzulesen. Wir sind für jede Hilfe offen.
    Liebe Grüße
    M.

    — Marion Kohnen · 26. Mai 2011, 18:39 · #

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