Forscher finden Protein, das den Fettstoffwechsel ankurbelt

5.11.08 | Abgelegt unter .

Jérôme N. Feige vom Institut für Molekularbiologie und Genetik der Universität Louis Pasteur (Illkirch) und einige seiner Kollegen haben eine interessante Entdeckung gemacht: Schwindelt man dem Körper von Labormäusen vor, dass Nahrung knapp wird, nehmen die Mäuse ab.

Die Forscher haben dazu nach einem Stoff gesucht, der das Protein SIRT1 beeinflusst. Dieses Protein steuert den Stoffwechsel und schaltet die Fettverbrennung ein. Im Körper passiert dabei Folgendes:

Wird Nahrung knapp, beginnt der Körper normalerweise von seinem Fettreserven zu zehren und verliert überschüssige Kilos.

Um diesen Effekt auch bei reichlichem Nahrungsangebot auszulösen, entwickelten die Biologen einen Aktivatorstoff mit dem eingängigen Namen SRT1720 und fütterten die Mäuse mit ihm – zusätzlich zur üppigen Labormäusekost. “Abnehmen im Schlaf” ohne zu hungern rückt damit in greifbare Nähe.

Ganz ähnlich Anti-Aging-Effekte erzielt man auch mit dem “Wirkstoff der Mittelmeer-Diät” Resveratrol, das ebenfalls den Fettstoffwechsel ankurbelt. Resveratrol hat aber auch zusätzliche Auswirkungen auf die biologischen Funktionen mit bis dato unbekannten Risiken, so dass die Forscher empfehlen, SRT1720 in weiteren Versuchsreihen näher zu begutachten.

Leserbriefe:

  1. Ich sehe es schon immer im Fitness-Studio. Alle rennen zu den Kühlschränken und kaufen sich Getränke, die die Fettverbrennung ankurbeln. Und wird es Zukunft dann so aussehen, dass sich alle schlecht ernähren, fett werden, eine Spritze bekommen und rank und schlank werden? Wo ist der Sinn? Dabei verstopfen trotzdem die Adern. Ich halte davon nicht viel, einfach ein bisschen mehr Bewegung und es hilft, meiner Meinung nach, viel mehr!

    — Torben · 5. November 2008, 14:11 · #

  2. es ist auch sehr förderlich sich einfach gesund zu ernähren und nicht diese industrielle nahrung zu futtern.

    — klaus-martin · 8. November 2008, 21:06 · #

  3. Diesen ganzen Laborgeschichten habe ich noch nie meine Aufmerksamkeit geschenkt. Für die perfekte Bikinifigur reicht meines Erachtens nach eine gesunde Ernährung nach dem Prinzip 5-a-day (Fünf mal Obst und/oder Gemüse am Tag) und ein wenig körperiche Fitness und das nicht übertrieben!

    In dem Sinne und weiter so ;)

    — Udo · 13. November 2008, 10:37 · #

  4. Früher oder später wird es doch eh soweit kommen, dass man sich schlank spritzen kann. Ob das dann auch wirklich so gut für den Körper ist, ist die andere Frage. Ich kann mir gut vorstellen dass der Körper auch noch andere Funktionen zurück fährt wenn er glaubt es besteht Nahrungsmangel

    — A. V. Ersich · 13. November 2008, 12:51 · #

  5. Die Adern verkalken eben nicht bei so einer Behandlung. Es ist für den Körper das gleiche wie wenn du Fitness machen würdest. Er verbrennt die “überschüssige” Energie und baut Muskelmasse auf, bis auf den unterschied, dass man faul rumliegt anstatt sich anzustrengen. :-)

    Ich finds toll

    — Peter · 15. November 2008, 17:45 · #

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