Die “Morgen-Diät”

15.01.07 | Abgelegt unter .

Es ist eine vertrackte Falle – oder ein bisher nicht entdecktes Naturgesetz: Je mehr ich mir über gesunde Ernährung Gedanken mache, desto dichter sind die Feiertage im Kalender gereiht. Schlank zu werden ist nie schwieriger als im Dezember und Januar.

Nach einer Runde Weihnachtsfeiertage, Verwandtenbesuchen mit Kuchen, Kaffee und Keksen und auch schon den ersten Geburtstagsfeiern des neuen Jahres bei Torte und Lasagne bin ich immer noch auf dem Startpunkt. Gewichtsmäßig. Das kann’s ja nicht sein.

Einzig das derzeitige milde Frühlingswetter im kalendermäßigen Hochwinter hilft. In den Vorjahren habe ich die Joggingrunde bei Kälte unter null Grad immer ausfallen lassen, diese Ausrede fällt natürlich heuer flach, und so geht sich alle paar Tage eine dreiviertel Stunde zügiges Traben aus. Der Effekt auf das Körpergewicht und die schlanke Linie ist minimal, aber was anderes kann man kaum erwarten.

Ein immer wiederkehrender Gedanke der letzten Tage ist: “Morgen. Ab morgen wird alles ganz anders: Wenig Fett, nichts naschen. Nur bei Hunger essen.” Nur kommt immer wieder ein Anlass dazwischen, der die guten Vorsätze pulverisiert. Ich stecke also mitten in der bekannten “Morgen-Diät”.

Also: Heute ist der erste Tag.

Konsequent, aber nicht verbiestert wird ab heute kalorierenreduziert und ballaststoffreich gegessen und der innere Schweinehund ausgehungert. Wieder Nichtraucher zu werden war auch nicht einfach und hat etliche Anläufe gebraucht. Das gute Gefühl danach war einfach herrlich – wär doch gelacht, wenn genau diese Euphorie nicht auch bei einer Umstellung auf vernünftige, figurbewusste Ernährung eintreten könnte.

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