Der Yorktest: Zu dick wegen einer Nahrungsmittel-Allergie?

30.06.08 | Abgelegt unter .

Verstopfungen, Blähungen, Völlegefühle, ja sogar Dauerschnupfen und Akne kann eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln auslösen. Und natürlich reagiert der Körper auch mit Übergewicht auf Nahrung, für die das Verdauungssystem keine passende Lösung parat hat.

Etwas flapsig wird wegen der identen Symptome von einer Nahrungsmittelallergie gesprochen, obwohl wegen des Fehlens von Antikörpern im streng medizinischen Sinn keine Allergie vorliegt. Ähnlich wie bei “echten” Allergien ist die Reaktion des Körpers massiv und kommt für die Betroffenen oft unerwartet – vor allem, weil zwischen Aufnahme des auslösenden Stoffs und der Antwort des Körpers oft einige Zeit vergeht.

Die Schuldigen sind schwer zu orten

Selbst herauszufinden, ob und wie ein bestimmtes Lebensmittel vom Körper schlecht akzeptiert wird, ist wegen der Menge und der einander überlagernden Einflüsse ein recht langwieriges Unternehmen. Hier soll ein neu angebotener Labortest helfen: Mit dem Yorktest lassen sich über eine Blutanalyse die Kandidaten aus einer Liste von 42 oder sogar 113 Lebensmitteln herausfiltern, bei denen Vorsicht oder komplette Enthaltsamkeit klug wäre.

Yorktest mit InfomaterialYorktest: Desinfektionstissue, ProbenstickYorktest

Der Test selbst ist ohne Besuch beim Arzt einfach von zu Hause aus durchführbar. Kurz nach der Bestellung über die Website der Firma, die den Test in Österreich vertreibt, trudelt ein Paket mit einem Blut-Testset und ein wenig Infomaterial ein. Ein kleiner Pieks mit der Lanzette, und ein Tröpferl roter Lebenssaft ist bereit zur Rücksendung an das Labor. Die Zusendung des Testmaterials ist kostenlos, erst für die Analyse Blutprobe verrechnet das Labor 199,- (Test gegen 42 Lebensmittel) oder 399,- Euro (113 Lebensmittel).

Der Bluttest im Do-it-yourself-Verfahren

Als Ergebnis erhält man laut Anbieter innerhalb von wenigen Tagen nach dem Zahlungseingang die Liste der unverträglichen Lebensmittel. Wenn das Testresultat eintrudelt, beginnt der schwierige Teil: Die Umstellung der Ernährung, ein Leben ohne die vielleicht geliebte Schokolade oder den guten italienischen Roten. Nur gut, dass die erwünschen positiven Auswirkungen einer Ernährungsumstellung schon innerhalb weniger Wochen spürbar werden, da bleibt wenigstens die Motivation nicht auf der Strecke.

Ich selbst habe die Auswertung nicht machen lassen, obwohl ich zum Beispiel Bier schlecht vertrage – nicht auf die herkömmlichen Art wegen Alkohol und dessen (un-)erwünschter Wirkungen, sondern weil bestimmte Biersorten allergische Symptome hervorrufen. Klingt komisch, ist aber so.

Damit ist auch schon mein Handicap mit dem Yorktest geklärt: Was hilft mir die Auskunft, dass Bier auf meiner Liste der unverträglichen Lebensmittel auftaucht, wo ich doch selbst in langen und teilweise an die körperliche Leistungsgrenze gehenden Experimenten am eigenen Körper herausgefunden habe, dass mir “Eggenberger Hopfenkönig” gut bekommt, “Kapsreiter Landbier” aber selbst in kleinen Mengen nicht?

Leserbriefe:

  1. am besten bist du bei den weight watchers aufgehoben. die gruppe macht spass und man hilft sich gegenseitig. informiere dich einfach….http://www.weightwatchers.at/forum/index.php… melde dich dort kostenfrei an im forum und du kannst schon mal lesen und fragen!
    ich bin auch dabei.
    liebe grüße lissa

    — Lissa · 30. Juni 2008, 01:58 · #

  2. Wird so etwas nicht von den Krankenkassen übernommen?

    — Ruth · 1. Juli 2008, 03:24 · #

  3. Ich bin auch ein begeisterter Fan von den Weight Watchers. Die haben leckere Kalorienarme Speisen die man eigentlich überall kaufen kann. Außerdem machen die Treffen Spaß und man erfährt noch etwas über sich selbst.

    — Jana · 2. Juli 2008, 02:31 · #

  4. Ich bin auch überzeugt von Weight Watchers. Mir hat es am besten gefallen, weil man soviele Leidensgenossen hat. Da war das Abnehmen doch erheblich leichter.

    — Jenny · 3. Juli 2008, 23:22 · #

  5. @Ruth: Ich denke nicht. Da man den Test zu Hause durchführt, kommen hier die Krankenkassen auch gar nicht ins Spiel.

    J. Er · 11. Juli 2008, 09:10 · #

  6. Also ich bin nicht von Weight Watchers überzeugt, das ist Meiner Meinung nach reine Abzocke, wer besser aussehen bsw. schlanker werden will soll sich einfach etwas gesunder ernähren und vor allem viel mehr Sport machen

    — Tom Rollos · 15. Juli 2008, 18:01 · #

  7. Kann mich nur meinem Vorredner anschließen… Viel Sport und eine ausgewogene Ernährung ersetzen jedes Weightwatchers, SlimFast und was weiß ich noch.

    — M99 · 15. Juli 2008, 19:50 · #

  8. Natürlich ist Sport immer die beste Alternative zu verschiedenen Diäten. Dennoch kann eine Diät mit Sport kombiniert durchaus zum Erfolg führen.

    — Chris · 15. Juli 2008, 23:53 · #

  9. Ist ja eine interessante Sache!!!
    Aber teuer ist das ganze ja schon! Ist das beim Arzt nicht günstiger, wenns dann v.a die kassen übernehmen?!

    — Laura · 18. Juli 2008, 02:39 · #

  10. Hallo,
    ich hab schon einmal einen Bluttest machen lassen – keinen York Test, aber anscheinend sehr ähnlich.
    Ich hab mich monatelang nach den Vorgaben ernährt und keinerlei Erfolg gehabt.
    Wenn es nur Ärzte gäbe, die sich mit dem Problem auseinandersetzen.
    Grüsse
    Ingrid

    — Ingrid · 26. Juni 2010, 12:11 · #

  11. Also, York-Test und Diät finde ich passt nicht ganz – aber: das Austesten passt. Und durch Lebensmittel, die man nicht verträgt (z.B. Gluten, Milch …) kann man durchaus zunehmen!!!

    — Annette · 18. Februar 2011, 22:23 · #

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